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Instabile Werte oder Abweichungen von Proben: Praxisleitfaden für Schwebstoffsensoren

FUNEL ·

Vorteile des optischen Verfahrens gegenüber der Gravimetrie

Die Gravimetrie ist ein international anerkanntes Standardverfahren zur Bestimmung von Schwebstoff- und Schlammkonzentrationen. Die Laboranalyse außerhalb des Prozesses benötigt jedoch vom Probennehmen, Trocknen und Abkühlen bis zum Wiegen meist mehrere Stunden, teilweise 24 Stunden. Das Ergebnis beschreibt nur einen vergangenen Zustand.

Das optische Verfahren ermöglicht Echtzeitüberwachung, frühzeitige Warnungen und die Optimierung von Prozessparametern anhand einer kontinuierlichen Konzentrationskurve. Die Gravimetrie bietet diese Möglichkeit nicht.

Das optische Prinzip verleiht

Schwebstoff- und Schlammkonzentrationssensoren

hohe Effizienz und Empfindlichkeit,

macht sie aber auch besonders empfindlich gegenüber den Bedingungen vor Ort.

Die Schlammeigenschaften können Messfehler verursachen.

Dieser Artikel behandelt diese Herausforderungen

und zeigt Lösungen auf.

Q1

Was tun, wenn der Messwert von einer einzelnen Wasserprobe abweicht?

Hauptursache

Unterschiedliche Messprinzipien und Einflüsse der Schlammeigenschaften.

Der Sensor misst die „optische Konzentration“ anhand des von Partikeln gestreuten Lichts. Das Labor bestimmt dagegen die „Massenkonzentration“ gravimetrisch.

Größe, Form, Farbe und Oberfläche der Partikel beeinflussen die Streulichtintensität. Unterscheiden sich die örtlichen Schlammpartikel von den bei der Werkskalibrierung verwendeten Standards, sind vorhersehbare Abweichungen möglich. Dies betrifft den Versuch, Schlammprobleme allein über die Genauigkeit einer Wasserprobe zu lösen.

Lösung

Kalibrierung vor Ort: Erstellen Sie mit der offenen Kalibrierfunktion des Geräts eine lokale Kennlinie für den tatsächlichen Schlamm.

  • Entnehmen Sie repräsentative Proben unterschiedlicher Konzentration, messen Sie jede mit dem Sensor und notieren Sie die Werte.
  • Lassen Sie die Proben im Labor gravimetrisch untersuchen.
  • Geben Sie die zusammengehörigen Datenpaare ein, um eine Kennlinie für die aktuellen Schlammeigenschaften zu erzeugen.
Q2

Was tun bei starken Schwankungen oder ungewöhnlichen Messwertsprüngen?

Der Wert schwankt ohne Prozessänderung schnell, unregelmäßig und instabil.

Hauptursachen

  • Strömungseinflüsse:Instabile Strömung, zu hohe Wassergeschwindigkeit oder ständig auf die optische Fläche treffende Luftblasen verursachen instabile Werte.
  • Verschmutzte optische Fläche:Schlamm, Öl, Biofilm oder mineralische Ablagerungen verdecken die Fläche und blockieren den optischen Weg. Die Lichtabgabe wird gestört. Die Schicht streut oder absorbiert zudem Licht und verursacht erhöhte, ungewöhnliche oder springende Werte.

Lösungen

  • Installation optimieren:Montieren Sie den Sensor senkrecht und richten Sie die optische Fläche entlang der Strömung aus, um direkten Aufprall zu vermeiden. Bei weiteren Sprüngen erhöhen Sie situationsgerecht die Ansprechzeit oder den Unterdrückungskoeffizienten.
  • Optische Fläche reinigen:Mit Reinigungslösung und weichem Tuch abwischen. Hartnäckigen Kalk oder Rost mit Metallpolierpaste entfernen und die Sauberkeit der Fläche wiederherstellen. Anschließend gründlich mit sauberem Wasser spülen.
Q3

Was tun bei einem ungewöhnlichen Ausgabewert?

Nach der Kalibrierung sind die Daten ungeordnet oder verzerrt und der Wert ungewöhnlich niedrig.

Hauptursachen

  1. Falsche Kalibrierreihenfolge:Die Kalibrierung muss stufenweise von niedrigen zu hohen Konzentrationen erfolgen. Die umgekehrte Reihenfolge kann die interne Kennlinie verfälschen.
  2. Der vor Ort festgelegte Kalibrierzielwert weicht zu stark von der tatsächlichen Konzentration ab.
  3. Die Kalibrierung des optischen Weges wurde nicht ordnungsgemäß abgeschlossen; der Sensor befindet sich im falschen Betriebsmodus.

Lösungen

  1. Werkseinstellungen wiederherstellen und die fehlerhafte Kennlinie löschen. Strikt stufenweise von niedrigen zu hohen Werten kalibrieren.
  2. Die Kalibrierung des optischen Weges durchführen, um die Grundkennlinie des optischen Sensorsystems herzustellen.
  3. Das Gerät ausschalten und neu starten, damit es initialisiert wird und normal arbeitet.

MAINTENANCEWartung und Pflege

PSS-800: Produktinformationen und Auswahl

Für bestmögliche Messergebnisse

benötigt der Sensor regelmäßige Wartung.

Dazu gehören vor allem

die Reinigung und die Prüfung auf Beschädigungen.

Bei Wartung und Prüfung lässt sich auch der Sensorzustand kontrollieren.

WartungsaufgabeVorgehen und HinweiseEmpfohlenes Intervall
Reinigung der optischen Fläche

Reinigungsmethode

  1. Vorreinigung: Sensorfläche mit sauberem Wasser abspülen und abwischen.
  2. Gründliche Reinigung: Flecken vorsichtig mit einem geeigneten Mittel entfernen, etwa Spülmittel oder Metallpolierpaste.
  3. Abschließend gründlich mit sauberem Wasser spülen, bis keine Reiniger- oder Schmutzreste verbleiben.
Je nach Einsatz regelmäßig, beispielsweise wöchentlich oder monatlich
Prüfung auf Sensorschäden

Prüfumfang

Sensorgehäuse auf Beschädigungen und Risse untersuchen.

Maßnahme

Bei Schäden sofort außer Betrieb nehmen und den Kundendienst zur Reparatur oder zum Austausch kontaktieren, um Wassereintritt zu verhindern.

Hinweis

Ein jährlicher Austausch des Dichtrings wird dringend empfohlen, um Wassereintritt zu vermeiden.

Monatlich oder bei jeder Reinigung
Dichtring jährlich austauschen
Austausch des Sensorwischers

Austauschschritte

  1. Alten Wischer entfernen: gealterten Gummiwischer vom Halter abnehmen.
  2. Schmiermittel gleichmäßig auf den Halter auftragen, um einen ruhigen Lauf sicherzustellen.
  3. Neuen Gummiwischer korrekt am Halter befestigen.

Hinweis

Die Position des Wischers ist unten dargestellt:

Die Position des Wischers ist unten dargestellt:
Jährlich, planmäßig
oder bei Beschädigung sofort

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